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Kaltverarbeitetes Protein: Aufbau und Vorteile von CFM-Eiweiß

Unter kaltverarbeitetem Protein wird solches Eiweiß verstanden, dass auf Basis von Cross-flow-microfiltration (CFM) gewonnen wird. Der Verarbeitungsprozess kommt ohne Chemikalien aus. Whey-Protein, das auf diese Weise verarbeitet wird, zählt daher zu den reinsten und qualitativ hochwertigen Eiweißen. Der Herstellungsprozess basiert auf einer Querstromfiltration, bei der mikro- beziehungsweise ultrafeine Poren zum Einsatz kommen. Ziel ist es, essentielle Aminosäuren zu erhalten. 

Ultra- und Mikrofiltration
Die CFM-Methode wird auch als Tangentialflussfiltration oder Querstromfiltration bezeichnet. Es handelt sich um ein einfaches Filtrations-Prinzip, bei der verschiedene Filter zum Einsatz kommen. Diese sorgen für einen mechanischen Ausschluss bestimmter Größen. Geht es um die Herstellung von Molkeprotein-Konzentrat oder Molke-Isolat (auch Whey-Konzentrat beziehungsweise Whey-Isolat genannt), so werden sämtliche Inhalte in der flüssigen Molke zurückgehalten, die größer als die Poren der Membran sind. 

In diesem Zusammenhang werden die Mikrofiltration und Ultrafiltration unterschieden. Der wesentliche Unterschied findet sich in den Membranstrukturen und Porengrößen. Die Mikrofiltration nutzt im Allgemeinen Membranen mit einer Porengröße von über 0,1 Mikrometern, während die Ultrafiltration auf kleinere Poren mit weniger als 0,1 Mikrometern setzt. Zudem unterschieden sich die Membranen im Hinblick auf Formgebung und Aufbau. Bei der Mikrofiltration handelt es sich um eine symmetrische Anordnungen der Membran. Die Ultrafiltration setzt auf eine asymmetrische Anordnung. Ferner kommen auch verschiedene Materialien und Werkstoffe bei den Membranen zum Einsatz. 

Methode und Prinzip der Filtration
Die bei Ultra- oder Mikrofiltration zum Einsatz kommenden Membrane sind im Allgemeinen aus polymeren Werkstoffen gefertigt. Ein kennzeichnendes Merkmal dieser Filtrationsart ist die tangentiale Strömungsführung. Von dieser leitet sich auch die Bezeichnung Cross-flow-microfiltration ab. Ähnlich wie beim Filtern von Kaffee in einer Maschine ist ein Druck erforderlich, damit die Filtration funktioniert. Hier genügt allerdings nicht die Schwerkraft, da für die Mikro- oder Ultrafiltration ein höherer Druck erforderlich ist. Durch die tangential einwirkenden Kräfte bei der Cross-flow-Strömungsführung werden Ablagerungen oder Verstopfungen im Filter verringert. Auf diese Weise bildet sich nur eine kleine Menge an Rückständen, die durch Rückspülungen einfach entfernt werden können. 

Unterschiede und Vorteile gegenüber anderen Verarbeitungsmethoden
Das CFM-Filtrationsverfahren sorgt dafür, dass Whey-Protein-Konzentrate oder -Isolate einen möglichst hohen Proteingehalt haben. Dieser hat zudem den höchstmöglichen Anteil an essentiellen Aminosäuren. Dies sind solche Aminosäuren, die der Körper benötigt, jedoch nicht selbst generieren kann. Nicht erwünschte Stoffe werden weitgehend herausgefiltert. Damit ist gewährleistet, dass das Whey schon ab Werk einen geringen Anteil an Kohlenhydraten und Fett aufweist. 

Auf CFM-basis verarbeitetes Whey-Protein-Isolat kommt auf einen Eiweißgehalt von bis zu 95 Prozent. Bei einem Anteil essentieller Aminosäuren von etwa 45 Prozent wird eine biologische Wertigkeit von 140 möglich. Die Aminosäure-Moleküle sind sehr klein, weshalb das Protein vom Körper besonders schnell aufgenommen und effizient verarbeitet werden kann. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den Muskelaufbau und kommt dem Körper besonders nach einer harten Trainingseinheit zugute. 

Wie aktuelle Studien nahelegen, können bis zu 70 Prozent mehr Inhaltsstoffe von CFM-Whey vom Körper für den Muskelaufbau verwendet werden als dies bei normalverarbeitetem Protein der Fall ist. Ein weiterer Vorteil findet sich darin, dass CFM-Molkeprotein auch bei Laktoseintoleranz geeignet ist. Kaltverarbeitetes Protein ist in den meisten Fällen als solches gekennzeichnet, weshalb auf die Begriffe Cross-flow-filtriert oder ultrafiltriert geachtet werden sollte.

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