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Mehr Motivation dank L-Tyrosin?

Jeder von uns hat diese Tage, an denen man sich schon morgens wie erschlagen fühlt und die sich dann auch noch ziehen wie ein Kaugummi. Nur steht am Ende des Arbeitstages nicht etwa die heimische Couch, sondern der Kniebeugenständer im Gym. Wenn sich die notwendige Motivation einfach nicht einstellen will, greifen nicht wenige Sportler zu – teils illegalen – Aufputschmitteln. Statt diesen, durchaus gefährlichen, Weg zu gehen, lohnt es sich, sich etwas näher mit der proteinogenen, nicht essentiellen Aminosäure L-Tyrosin zu beschäftigen.

 

Ein bunter Strauß an Wirkungen

Grundsätzlich ist L-Tyrosin ein Tausendsassa. Besonders bekannt und gut erforscht ist seine Wirkung auf unsere Stimmung. Diesbezüglich wird von L-Tyrosin nicht selten als natürliches Antidepressiva gesprochen, da es eine wichtige Rolle bei der Herstellung des als Stimmungshormons bekannten Dopamins im Körper wahrnimmt (Rao et al. 2008). Weiterhin spielt L-Tyrosin bei der Produktion von Melatonin eine wichtige Rolle, was sich auf die Schlafqualität auswirkt (Schwahn et al. 2001) und nimmt durch seine Funktion bei der Synthese der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodothyrionine eine wichtige Rolle in der Stoffwechselregulation ein (Mullur et al. 2014).

 

Stressbekämpfer

All diese Wirkungen sind beachtlich, helfen in der beschriebenen Situation jedoch nicht weiter. Hier kommt jedoch eine weitere Funktion von L-Tyrosin zum Tragen: L-Tyrosin ist ein Vorläufer unterschiedlicher Neutrotransmitter und nimmt damit direkten Einfluss auf die Synthese von Adrenalin und Noradrenalin. Und genau das ist es, was L-Tyrosin für Sportler in dieser Situation so spannend macht, denn L-Tyrosin ist in der Lage, Stress deutlich zu reduzieren und damit die geistige Leistungsfähigkeit signifikant zu steigern (Banderet et al. 1989).

 

Den Fokus, den du brauchst

Auf diesem Wege kann L-Tyrosin merklichen Einfluss auf die Trainingsleistung nehmen, denn in aller Regel sind unsere Müdigkeit, Schlappheit und Antriebslosigkeit sicherlich körperlich spürbar, beschränken unsere Leistung jedoch vor allem dadurch, dass sie uns den Fokus für das Training rauben, die Bereitschaft, bis ans Limit zu gehen. Genau hier setzt der Effekt von L-Tyrosin ein: Es hilft, genau diesen Fokus aufzubauen, trotz Müdigkeit die Konzentration auf das bevorstehende Training zu legen. Wie erfolgreich das ist, zeigen zahlreiche Untersuchungen, unter anderem von Dollins et al. aus dem Jahr 1995. Bereits deutlich früher hatten Thurmond et al. (1977) nachgewiesen, dass die Gabe von L-Tyrosin bei Ratten das Teritorialverhalten beeinflusst: Die Tiere, denen man L-Tyrosin verabreicht hatte, reagierten deutlich aggressiver auf Reviereindringlinge als Vergleichssubjekte. Daraus wurde geschlussfolgert, dass L-Tyrosin dabei hilft, bei Stress den Fokus aufrecht zu erhalten.

 

Fazit: Es funktioniert!

Je nach Körpergewicht helfen Dosierungen von zwei bis zehn Gramm im Zeitfenster von rund einer Stunde vor dem Training, den Kopf frei zu bekommen und trotz des stressigen Alltags den Fokus aufs Training lenken zu können. In Verbindung mit den zahlreichen weiteren Nutzen der Aminosäure gehört L-Tyrosin zu den Supplements, denen man durchaus einmal eine Chance geben sollte.

 

Quellen:

Banderet, L. E., et al. (1989): Treatment with tyrosine, a neurotransmitter precursor, reduces environmental stress in humans, Brain Res Bull. 1989 Apr;22(4), S. 759 – 62.

Dollins, AB. et al. (1995): L-tyrosine ameliorates some effects of lower body negative pressure stress. Physiol Behav. 1995 Feb;57(2):223-30.

Mullur, R. et al. (2014): Thyroid Hormone Regulation of Metabolism. Physiol Rev. 2014 Apr; 94(2): 355–382.

Rao, T. S., et al. (2008): Understanding nutrition, depression and mental illnesses. Indian J Psychiatry. 2008 Apr-Jun; 50(2): 77–82.

Schwahn, DJ. Et al. (2001): Tyrosine levels regulate the melanogenic response to alpha-melanocyte-stimulating hormone in human melanocytes: implications for pigmentation and proliferation. Pigment Cell Res. 2001 Feb;14(1):32-9.

 

Thurmond, J. et al. (1977): Effects of dietary tyrosine, phenylalanine, and tryptophan on aggression in mice. Pharmacology Biochemistry and Behavior, Volume 6, Issue 4, April 1977: 475-478.

Autor: Thomas Koch

www.Ironhealth.de

Tags: Supplements

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